Wetten, dass..?

WE WILL ROCK YOU & Brian May live bei Thomas Gottschalk

Brigitte Oelke imZDF bei Wetten, dass..?
Brigitte Oelke imZDF bei Wetten, dass..?
Brigitte Oelke imZDF bei Wetten, dass..?
Brian May im ZDF bei Wetten, dass..?
Brigitte Oelke im ZDF bei Wetten, dass..?
Wetten, dass..? mit Queen
Lieber Ralf. Lieber Jörn.

Ich wende mich an euch, weil ich mich um eine Lösungsfindung bemühen möchte und der telefonische Kontakt leider schwer herzustellen ist. Da ich nicht weiß, in wie weit ihr informiert seid, hier kurz die aktuelle Sachlage.

Mein Agent, Stephan Benn, hat sich an Susanne Ortner gewendet, weil ich ein Angebot für die Rolle der „Norma Desmond“ in „Sunset Blvd.“ in Bielefeld auf dem Tisch habe. Die Premiere ist zwar erst am 20. März 2015, allerdings fangen die Proben vorher an. Dadurch entsteht ein kurzer Zeitraum der sich leider mit unserem Vertrag überschneidet. Dieses Engagement sichert mir aber einen nahtlosen Übergang in ein neues Engagement und dazu ein Einkommen bis 2016, da das Stück in die nächste Spielzeit übernommen wird. 

Unsere Anfrage wurde von Susanne Ortner relativ schnell als besprochen abgelehnt, obwohl sie m.W. im Urlaub war. Weiterhin hat sie uns die Information gegeben, es gäbe es für meine Rolle weder eine Zweitbesetzung, noch ein Walk-In, was ich mir bei dem finanziellen Risiko aber nicht wirklich vorstellen kann. Da es sich für mich um eine existenzielle Angelegenheit handelt, wende ich mich nun an euch, in der Hoffnung etwas mehr Verständnis für meine Situation zu bekommen und gemeinsam eine für beide Seiten annehmbare Lösung zu erarbeiten..

Wie schon erwähnt ist es bedauerlicherweise so, dass sich eine leichte Überschneidung mit dem WWRY-Vertrag ergibt. Diese Überschneidung betrifft nur knapp 4 Wochen (von insgesamt 7 Monaten), die ihrerseits noch Spielräume beinhalten. Konkret bedeutet das, dass ich die Premiere in Wien und die darauf folgenden 2 Wochen als KQ zur Verfügung stehen würde. Außerdem könnte ich, wenn nötig, auch an den Wochenenden spielen. Das wäre zwar etwas hart, aber machbar. Ich gehe auch davon aus, dass das Theater Bielefeld gegebenenfalls auch über Spielräume verfügt. 

Ihr wisst, dass ich gerne und mit Leidenschaft die „Killer Queen“ in WWRY spiele. Ich bin seit 10 Jahren sehr pflegeleicht, treu und über die Maße loyal. Ich liefere gleichbleibend hohe Qualität in meiner Performance und gebe der Show damit einen nicht unerheblichen Qualitätsfaktor. Die Feedbacks von allen Seiten bestätigen das, und eure Kennzahlen sicher auch. Die Vergangenheit hat bewiesen, dass ihr euch immer auf mich verlassen konntet und auch weiterhin darauf setzen könnt. WWRY hat etwas seltsam familiäres für mich. Aus diesem Grund habe ich sogar die Kürzungen meiner Gage in den Folgeverträgen stets angenommen, wohingegen in anderen Unternehmen die Gehälter mit Zugehörigkeit steigen. Mein überaus vertrauensvolles Wesen hat sogar dafür gesorgt, dass mir falsche Gagen-Abrechnungen, trotz nicht unerheblicher Fehlsummen, nicht aufgefallen sind. Alles, weil ich immer zu schätzen weiß, dass mir diese Verbindung auch etwas zurückgibt. Zwar auf einer anderen Ebene, aber die Verbundenheit ist da. Ja, ich nehme sogar gelassen hin, dass mein jetziger Vertrag bis zum heutigen Tag nicht fertiggestellt ist und getroffene Absprachen in den dazugehörigen Schriftstücken wiederholt falsch eingesetzt werden und dadurch versucht wird mir passiv die Gage zu kürzen. Alles in dem Vertrauen, dass es sich womöglich nur um Missverständnisse handelt und dass wir, wie gehabt, zusammen finden werden – Im Grunde bräuchte es doch keinen neuen Vertrag, denn wir hatten bereits einen für beide Seiten annehmbaren Vertrag gehabt. Das führt jetzt aber zu weit vom Weg ab. Ich denke, dass sich das in Kürze klären wird und es ist eher das Gebiet meines Agenten. Bisher haben wir immer zueinander gefunden. Daran glaube ich auch weiterhin und denke lediglich, dass wir für den jetzigen Zweck nicht den richtigen Ansprechpartner hatten.

Durch WWRY habe ich übrigens auch viele tolle Menschen kennengelernt und viel „menschliche“ Unterstützung erfahren dürfen. Speziell durch diejenigen die mich schon länger kennen und schätzen. Deshalb und wegen der Dringlichkeit meines Anliegens wende ich mich auch jetzt auch an euch, weil ich glaube, dass ihr zu diesen Menschen gehört und deshalb eine menschliche Lösung mit mir erarbeiten möchtet, anstatt einfach nach Zahlen und Buchstaben zu entscheiden. Und eben das macht doch ein familiäres Verhältnis aus. Dass man trotz aller Schwierigkeiten zueinander steht und Lösungen findet. Oder sehe ich das falsch und hege damit falsche Erwartungen?

Es ist mir extrem unangenehm, aber im Rahmen eines Gesamtbildes ist es nicht unerheblich es noch einmal zu betonen.
Wie ihr wisst, ist mein Mann gesundheitlich stark eingeschränkt. Er erwirtschaftet aus dem Grund auch leider kein ernstzunehmendes Einkommen. Im Gegenteil. Seine Teilselbständigkeit und die medizinische Versorgung erzeugen zusätzliche Kosten für uns. Das bedeutet in der Schlussfolgerung, dass ich alleine für den Unterhalt meiner Familie aufkomme. Das Angebot aus Bielefeld nimmt dabei enormen Druck aus meiner Situation. 

Zudem würde mir die Rolle der „Norma Desmond“ auch weiter dabei helfen das „Stigma“ von WE WILL ROCK YOU zu mildern. Leider ist es nämlich in der Branche kein Geheimnis, dass man durch WWRY von vielen „Kreativen“ in die Rock-Schublade verbannt wird und teilweise nicht mal mehr zu Auditions eingeladen wird. Diese Annahme wurde mir leider von einigen befreundeten „Kreativen“ bestätigt. Da ich schon seit nunmehr einer Dekade eure treue Begleiterin bin und dementsprechend stigmatisiert bin, ist dieses Engagement für mich eine große Chance im klassischen Musical wieder richtig Fuß zu fassen und so meine volle Bandbreite zur Geltung zu bringen.

Wie ihr sehen könnt drücke ich einige Augen zu, weil ich mich trotzdem sehr verbunden fühle und diese Show Teil meines Lebens ist. Bitte lasst diese Verbundenheit nicht einseitig werden. Bisher haben wir doch auch immer einen Weg gefunden. Und falls ihr irgendwann lieber eine andere Killer Queen möchtet, sagt es bitte frei heraus. Erspart mir bitte irgendwelche Schikanen durch Mitarbeiter oder konstruierte Schwierigkeiten. Mein Leben ist schon kompliziert genug und ich kann mit klaren Aussprachen wirklich gut umgehen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es für alle Probleme eine Lösung gibt. Bei vielen meiner Kollegen – und auch bei mir – habt ihr bewiesen, dass man diese Lösungen finden kann. Und in meiner Zeit in Basel habe ich bewiesen, dass ich sogar 4 Produktionen parallel spielen kann, wenn es sein muss. Deshalb möchte ich euch eindringlich darum bitten meine Zukunft nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und den Versuch zu wagen diese Klippe gemeinsam zu umschiffen. Es gibt immer einen Weg. Wir müssen ihn nur finden. Bitte. Es geht nicht nur um Papierkram, sondern um die Existenz von Menschen.

Ich hoffe, dass ich richtig ausdrücken und darlegen konnte, wie wichtig dieses neue Engagement für mich ist. Ich hoffe, dass ich trotz meiner ehrlichen Ausführungen den richtigen Ton treffen konnte, denn ich bin Künstlerin und dadurch leider auch sehr emotionale veranlagt. Deshalb bitte ich um etwas Nachsicht. Nach einer derartigen Abfertigung unserer Anfrage dachte ich allerdings, dass ich meine Situation einfach mal in ihrer Gesamtheit darlegen muss. In der ursprünglichen Anfrage war das ja so nicht herauszulesen und ich kann mir denken, bei allem Respekt, dass Susanne derartige Entscheidungen sowieso nicht eigenständig treffen darf. Darum noch einmal abschließend meine Bitte an euch: Lasst uns einen gemeinsamen Weg finden.

Ich danke für eure Aufmerksamkeit und vor allem die geopferte Zeit und freu mich über eine zeitnahe Rückmeldung. Gerne auch an meinen Agenten, Stephan Benn.
Herzliche Grüße aus den Proben für „JEDERMANN – Die Rockoper“
Eure, 
Brigitte Oelke
Wetten, dass..? mit Queen
Wetten, dass..? mit Brigitte Oelke und WWRY
Wetten, dass..? mit Queen und Ethan Popp
Wetten, dass..? mit WWRY
Lieber Ralf. Lieber Jörn.

Ich wende mich an euch, weil ich mich um eine Lösungsfindung bemühen möchte und der telefonische Kontakt leider schwer herzustellen ist. Da ich nicht weiß, in wie weit ihr informiert seid, hier kurz die aktuelle Sachlage.

Mein Agent, Stephan Benn, hat sich an Susanne Ortner gewendet, weil ich ein Angebot für die Rolle der „Norma Desmond“ in „Sunset Blvd.“ in Bielefeld auf dem Tisch habe. Die Premiere ist zwar erst am 20. März 2015, allerdings fangen die Proben vorher an. Dadurch entsteht ein kurzer Zeitraum der sich leider mit unserem Vertrag überschneidet. Dieses Engagement sichert mir aber einen nahtlosen Übergang in ein neues Engagement und dazu ein Einkommen bis 2016, da das Stück in die nächste Spielzeit übernommen wird. 

Unsere Anfrage wurde von Susanne Ortner relativ schnell als besprochen abgelehnt, obwohl sie m.W. im Urlaub war. Weiterhin hat sie uns die Information gegeben, es gäbe es für meine Rolle weder eine Zweitbesetzung, noch ein Walk-In, was ich mir bei dem finanziellen Risiko aber nicht wirklich vorstellen kann. Da es sich für mich um eine existenzielle Angelegenheit handelt, wende ich mich nun an euch, in der Hoffnung etwas mehr Verständnis für meine Situation zu bekommen und gemeinsam eine für beide Seiten annehmbare Lösung zu erarbeiten..

Wie schon erwähnt ist es bedauerlicherweise so, dass sich eine leichte Überschneidung mit dem WWRY-Vertrag ergibt. Diese Überschneidung betrifft nur knapp 4 Wochen (von insgesamt 7 Monaten), die ihrerseits noch Spielräume beinhalten. Konkret bedeutet das, dass ich die Premiere in Wien und die darauf folgenden 2 Wochen als KQ zur Verfügung stehen würde. Außerdem könnte ich, wenn nötig, auch an den Wochenenden spielen. Das wäre zwar etwas hart, aber machbar. Ich gehe auch davon aus, dass das Theater Bielefeld gegebenenfalls auch über Spielräume verfügt. 

Ihr wisst, dass ich gerne und mit Leidenschaft die „Killer Queen“ in WWRY spiele. Ich bin seit 10 Jahren sehr pflegeleicht, treu und über die Maße loyal. Ich liefere gleichbleibend hohe Qualität in meiner Performance und gebe der Show damit einen nicht unerheblichen Qualitätsfaktor. Die Feedbacks von allen Seiten bestätigen das, und eure Kennzahlen sicher auch. Die Vergangenheit hat bewiesen, dass ihr euch immer auf mich verlassen konntet und auch weiterhin darauf setzen könnt. WWRY hat etwas seltsam familiäres für mich. Aus diesem Grund habe ich sogar die Kürzungen meiner Gage in den Folgeverträgen stets angenommen, wohingegen in anderen Unternehmen die Gehälter mit Zugehörigkeit steigen. Mein überaus vertrauensvolles Wesen hat sogar dafür gesorgt, dass mir falsche Gagen-Abrechnungen, trotz nicht unerheblicher Fehlsummen, nicht aufgefallen sind. Alles, weil ich immer zu schätzen weiß, dass mir diese Verbindung auch etwas zurückgibt. Zwar auf einer anderen Ebene, aber die Verbundenheit ist da. Ja, ich nehme sogar gelassen hin, dass mein jetziger Vertrag bis zum heutigen Tag nicht fertiggestellt ist und getroffene Absprachen in den dazugehörigen Schriftstücken wiederholt falsch eingesetzt werden und dadurch versucht wird mir passiv die Gage zu kürzen. Alles in dem Vertrauen, dass es sich womöglich nur um Missverständnisse handelt und dass wir, wie gehabt, zusammen finden werden – Im Grunde bräuchte es doch keinen neuen Vertrag, denn wir hatten bereits einen für beide Seiten annehmbaren Vertrag gehabt. Das führt jetzt aber zu weit vom Weg ab. Ich denke, dass sich das in Kürze klären wird und es ist eher das Gebiet meines Agenten. Bisher haben wir immer zueinander gefunden. Daran glaube ich auch weiterhin und denke lediglich, dass wir für den jetzigen Zweck nicht den richtigen Ansprechpartner hatten.

Durch WWRY habe ich übrigens auch viele tolle Menschen kennengelernt und viel „menschliche“ Unterstützung erfahren dürfen. Speziell durch diejenigen die mich schon länger kennen und schätzen. Deshalb und wegen der Dringlichkeit meines Anliegens wende ich mich auch jetzt auch an euch, weil ich glaube, dass ihr zu diesen Menschen gehört und deshalb eine menschliche Lösung mit mir erarbeiten möchtet, anstatt einfach nach Zahlen und Buchstaben zu entscheiden. Und eben das macht doch ein familiäres Verhältnis aus. Dass man trotz aller Schwierigkeiten zueinander steht und Lösungen findet. Oder sehe ich das falsch und hege damit falsche Erwartungen?

Es ist mir extrem unangenehm, aber im Rahmen eines Gesamtbildes ist es nicht unerheblich es noch einmal zu betonen.
Wie ihr wisst, ist mein Mann gesundheitlich stark eingeschränkt. Er erwirtschaftet aus dem Grund auch leider kein ernstzunehmendes Einkommen. Im Gegenteil. Seine Teilselbständigkeit und die medizinische Versorgung erzeugen zusätzliche Kosten für uns. Das bedeutet in der Schlussfolgerung, dass ich alleine für den Unterhalt meiner Familie aufkomme. Das Angebot aus Bielefeld nimmt dabei enormen Druck aus meiner Situation. 

Zudem würde mir die Rolle der „Norma Desmond“ auch weiter dabei helfen das „Stigma“ von WE WILL ROCK YOU zu mildern. Leider ist es nämlich in der Branche kein Geheimnis, dass man durch WWRY von vielen „Kreativen“ in die Rock-Schublade verbannt wird und teilweise nicht mal mehr zu Auditions eingeladen wird. Diese Annahme wurde mir leider von einigen befreundeten „Kreativen“ bestätigt. Da ich schon seit nunmehr einer Dekade eure treue Begleiterin bin und dementsprechend stigmatisiert bin, ist dieses Engagement für mich eine große Chance im klassischen Musical wieder richtig Fuß zu fassen und so meine volle Bandbreite zur Geltung zu bringen.

Wie ihr sehen könnt drücke ich einige Augen zu, weil ich mich trotzdem sehr verbunden fühle und diese Show Teil meines Lebens ist. Bitte lasst diese Verbundenheit nicht einseitig werden. Bisher haben wir doch auch immer einen Weg gefunden. Und falls ihr irgendwann lieber eine andere Killer Queen möchtet, sagt es bitte frei heraus. Erspart mir bitte irgendwelche Schikanen durch Mitarbeiter oder konstruierte Schwierigkeiten. Mein Leben ist schon kompliziert genug und ich kann mit klaren Aussprachen wirklich gut umgehen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es für alle Probleme eine Lösung gibt. Bei vielen meiner Kollegen – und auch bei mir – habt ihr bewiesen, dass man diese Lösungen finden kann. Und in meiner Zeit in Basel habe ich bewiesen, dass ich sogar 4 Produktionen parallel spielen kann, wenn es sein muss. Deshalb möchte ich euch eindringlich darum bitten meine Zukunft nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und den Versuch zu wagen diese Klippe gemeinsam zu umschiffen. Es gibt immer einen Weg. Wir müssen ihn nur finden. Bitte. Es geht nicht nur um Papierkram, sondern um die Existenz von Menschen.

Ich hoffe, dass ich richtig ausdrücken und darlegen konnte, wie wichtig dieses neue Engagement für mich ist. Ich hoffe, dass ich trotz meiner ehrlichen Ausführungen den richtigen Ton treffen konnte, denn ich bin Künstlerin und dadurch leider auch sehr emotionale veranlagt. Deshalb bitte ich um etwas Nachsicht. Nach einer derartigen Abfertigung unserer Anfrage dachte ich allerdings, dass ich meine Situation einfach mal in ihrer Gesamtheit darlegen muss. In der ursprünglichen Anfrage war das ja so nicht herauszulesen und ich kann mir denken, bei allem Respekt, dass Susanne derartige Entscheidungen sowieso nicht eigenständig treffen darf. Darum noch einmal abschließend meine Bitte an euch: Lasst uns einen gemeinsamen Weg finden.

Ich danke für eure Aufmerksamkeit und vor allem die geopferte Zeit und freu mich über eine zeitnahe Rückmeldung. Gerne auch an meinen Agenten, Stephan Benn.
Herzliche Grüße aus den Proben für „JEDERMANN – Die Rockoper“
Eure, 
Brigitte Oelke
Wetten, dass..? mit Brian May
Ich wende mich an euch, weil ich mich um eine Lösungsfindung bemühen möchte und der telefonische Kontakt leider schwer herzustellen ist. Da ich nicht weiß, in wie weit ihr informiert seid, hier kurz die aktuelle Sachlage.

Mein Agent, Stephan Benn, hat sich an Susanne Ortner gewendet, weil ich ein Angebot für die Rolle der „Norma Desmond“ in „Sunset Blvd.“ in Bielefeld auf dem Tisch habe. Die Premiere ist zwar erst am 20. März 2015, allerdings fangen die Proben vorher an. Dadurch entsteht ein kurzer Zeitraum der sich leider mit unserem Vertrag überschneidet. Dieses Engagement sichert mir aber einen nahtlosen Übergang in ein neues Engagement und dazu ein Einkommen bis 2016, da das Stück in die nächste Spielzeit übernommen wird. 

Unsere Anfrage wurde von Susanne Ortner relativ schnell als besprochen abgelehnt, obwohl sie m.W. im Urlaub war. Weiterhin hat sie uns die Information gegeben, es gäbe es für meine Rolle weder eine Zweitbesetzung, noch ein Walk-In, was ich mir bei dem finanziellen Risiko aber nicht wirklich vorstellen kann. Da es sich für mich um eine existenzielle Angelegenheit handelt, wende ich mich nun an euch, in der Hoffnung etwas mehr Verständnis für meine Situation zu bekommen und gemeinsam eine für beide Seiten annehmbare Lösung zu erarbeiten..

Wie schon erwähnt ist es bedauerlicherweise so, dass sich eine leichte Überschneidung mit dem WWRY-Vertrag ergibt. Diese Überschneidung betrifft nur knapp 4 Wochen (von insgesamt 7 Monaten), die ihrerseits noch Spielräume beinhalten. Konkret bedeutet das, dass ich die Premiere in Wien und die darauf folgenden 2 Wochen als KQ zur Verfügung stehen würde. Außerdem könnte ich, wenn nötig, auch an den Wochenenden spielen. Das wäre zwar etwas hart, aber machbar. Ich gehe auch davon aus, dass das Theater Bielefeld gegebenenfalls auch über Spielräume verfügt. 

Ihr wisst, dass ich gerne und mit Leidenschaft die „Killer Queen“ in WWRY spiele. Ich bin seit 10 Jahren sehr pflegeleicht, treu und über die Maße loyal. Ich liefere gleichbleibend hohe Qualität in meiner Performance und gebe der Show damit einen nicht unerheblichen Qualitätsfaktor. Die Feedbacks von allen Seiten bestätigen das, und eure Kennzahlen sicher auch. Die Vergangenheit hat bewiesen, dass ihr euch immer auf mich verlassen konntet und auch weiterhin darauf setzen könnt. WWRY hat etwas seltsam familiäres für mich. Aus diesem Grund habe ich sogar die Kürzungen meiner Gage in den Folgeverträgen stets angenommen, wohingegen in anderen Unternehmen die Gehälter mit Zugehörigkeit steigen. Mein überaus vertrauensvolles Wesen hat sogar dafür gesorgt, dass mir falsche Gagen-Abrechnungen, trotz nicht unerheblicher Fehlsummen, nicht aufgefallen sind. Alles, weil ich immer zu schätzen weiß, dass mir diese Verbindung auch etwas zurückgibt. Zwar auf einer anderen Ebene, aber die Verbundenheit ist da. Ja, ich nehme sogar gelassen hin, dass mein jetziger Vertrag bis zum heutigen Tag nicht fertiggestellt ist und getroffene Absprachen in den dazugehörigen Schriftstücken wiederholt falsch eingesetzt werden und dadurch versucht wird mir passiv die Gage zu kürzen. Alles in dem Vertrauen, dass es sich womöglich nur um Missverständnisse handelt und dass wir, wie gehabt, zusammen finden werden – Im Grunde bräuchte es doch keinen neuen Vertrag, denn wir hatten bereits einen für beide Seiten annehmbaren Vertrag gehabt. Das führt jetzt aber zu weit vom Weg ab. Ich denke, dass sich das in Kürze klären wird und es ist eher das Gebiet meines Agenten. Bisher haben wir immer zueinander gefunden. Daran glaube ich auch weiterhin und denke lediglich, dass wir für den jetzigen Zweck nicht den richtigen Ansprechpartner hatten.

Durch WWRY habe ich übrigens auch viele tolle Menschen kennengelernt und viel „menschliche“ Unterstützung erfahren dürfen. Speziell durch diejenigen die mich schon länger kennen und schätzen. Deshalb und wegen der Dringlichkeit meines Anliegens wende ich mich auch jetzt auch an euch, weil ich glaube, dass ihr zu diesen Menschen gehört und deshalb eine menschliche Lösung mit mir erarbeiten möchtet, anstatt einfach nach Zahlen und Buchstaben zu entscheiden. Und eben das macht doch ein familiäres Verhältnis aus. Dass man trotz aller Schwierigkeiten zueinander steht und Lösungen findet. Oder sehe ich das falsch und hege damit falsche Erwartungen?

Es ist mir extrem unangenehm, aber im Rahmen eines Gesamtbildes ist es nicht unerheblich es noch einmal zu betonen.
Wie ihr wisst, ist mein Mann gesundheitlich stark eingeschränkt. Er erwirtschaftet aus dem Grund auch leider kein ernstzunehmendes Einkommen. Im Gegenteil. Seine Teilselbständigkeit und die medizinische Versorgung erzeugen zusätzliche Kosten für uns. Das bedeutet in der Schlussfolgerung, dass ich alleine für den Unterhalt meiner Familie aufkomme. Das Angebot aus Bielefeld nimmt dabei enormen Druck aus meiner Situation. 

Zudem würde mir die Rolle der „Norma Desmond“ auch weiter dabei helfen das „Stigma“ von WE WILL ROCK YOU zu mildern. Leider ist es nämlich in der Branche kein Geheimnis, dass man durch WWRY von vielen „Kreativen“ in die Rock-Schublade verbannt wird und teilweise nicht mal mehr zu Auditions eingeladen wird. Diese Annahme wurde mir leider von einigen befreundeten „Kreativen“ bestätigt. Da ich schon seit nunmehr einer Dekade eure treue Begleiterin bin und dementsprechend stigmatisiert bin, ist dieses Engagement für mich eine große Chance im klassischen Musical wieder richtig Fuß zu fassen und so meine volle Bandbreite zur Geltung zu bringen.

Wie ihr sehen könnt drücke ich einige Augen zu, weil ich mich trotzdem sehr verbunden fühle und diese Show Teil meines Lebens ist. Bitte lasst diese Verbundenheit nicht einseitig werden. Bisher haben wir doch auch immer einen Weg gefunden. Und falls ihr irgendwann lieber eine andere Killer Queen möchtet, sagt es bitte frei heraus. Erspart mir bitte irgendwelche Schikanen durch Mitarbeiter oder konstruierte Schwierigkeiten. Mein Leben ist schon kompliziert genug und ich kann mit klaren Aussprachen wirklich gut umgehen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es für alle Probleme eine Lösung gibt. Bei vielen meiner Kollegen – und auch bei mir – habt ihr bewiesen, dass man diese Lösungen finden kann. Und in meiner Zeit in Basel habe ich bewiesen, dass ich sogar 4 Produktionen parallel spielen kann, wenn es sein muss. Deshalb möchte ich euch eindringlich darum bitten meine Zukunft nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und den Versuch zu wagen diese Klippe gemeinsam zu umschiffen. Es gibt immer einen Weg. Wir müssen ihn nur finden. Bitte. Es geht nicht nur um Papierkram, sondern um die Existenz von Menschen.

Ich hoffe, dass ich richtig ausdrücken und darlegen konnte, wie wichtig dieses neue Engagement für mich ist. Ich hoffe, dass ich trotz meiner ehrlichen Ausführungen den richtigen Ton treffen konnte, denn ich bin Künstlerin und dadurch leider auch sehr emotionale veranlagt. Deshalb bitte ich um etwas Nachsicht. Nach einer derartigen Abfertigung unserer Anfrage dachte ich allerdings, dass ich meine Situation einfach mal in ihrer Gesamtheit darlegen muss. In der ursprünglichen Anfrage war das ja so nicht herauszulesen und ich kann mir denken, bei allem Respekt, dass Susanne derartige Entscheidungen sowieso nicht eigenständig treffen darf. Darum noch einmal abschließend meine Bitte an euch: Lasst uns einen gemeinsamen Weg finden.

Ich danke für eure Aufmerksamkeit und vor allem die geopferte Zeit und freu mich über eine zeitnahe Rückmeldung. Gerne auch an meinen Agenten, Stephan Benn.
Herzliche Grüße aus den Proben für „JEDERMANN – Die Rockoper“
Eure, 
Brigitte Oelke
Wetten, dass..? mit Brian May
Wetten, dass..? mit WE WILL ROCK YOU
Zur Promotion des Musicals WE WILL ROCK YOU von Queen und Ben Elton, tritt Brigitte Oelke als KILLER QUEEN gemeinsam mit ihren Kollegen sowie den Rocklegenden Brian May und Roger Taylor im Rahmen der ZDF-Kultshow auf. Der Auftritt bringt das Publikum während der Livesendung dermaßen zum toben, dass der Moderator Thomas Gottschalk es schwer hat die Sendung fortzusetzen.








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